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Eine Entgiftung findet stationär statt oder sollte immer stationär durchgeführt werden. Den Körper selber zu entgiften, kann lebensgefährlich sein.
Entgiftung bedeutet eigentlich nur, dass der Körper vom Alkohol befreit wird. Es gibt also von einem Moment auf den anderen keinen Alkohol mehr. Der Körper reagiert auf den Alkoholentzug mit Krampfanfällen, Schweißausbrüchen, Kreislaufschwäche usw. Auch kann es zu Wahnvorstellungen kommen.
Und diese Begleiterscheinungen müssen Medikamente behandelt werden. Das häufigste Medikament ist Distraneurin. Diese Medikament ersetzt den Alkohol und wird nach und nach abgesetzt. Mit einer hohen Dosis wird angefangen und diese wird dann bis auf Null herunterreduziert. Das kann je nach Schwere der Entzugserscheinungen nur zwei Tage dauern aber auch Wochen.
Der Körper wird dann langsam vom Alkohol entwöhnt. Man könnte praktisch auch einen Selbstentzug machen, in dem man die Alkoholmenge nach und nach reduziert. Aber wer das wirklich kann, der hat dann auch wohl kein Alkoholproblem. Denn genau das ist ja das Alkoholproblem, dass man eben die Alkoholmengen, die man trinkt, nicht steuern kann. Aber sogar wenn bei jemanden die Selbstdisziplin größer ist, als die Alkoholsucht, dann ist von einem Selbstentzug immer abzuraten.
Denn selber kann kaum wissen, bekomme ich gleich einen Krampfanfall oder Halluzinationen. Und gerade bei Wahnvorstellungen ist kaum noch in der Lage, den Notarzt zu rufen. Weil oft bei Wahnvorstellungen gar nicht eingeschätzt werden kann, ist es Realität oder Wahn.
Es kann ganz einfach lebensbedrohlich sein. Und bei einer stationären Entgiftung steht man unter Bewachung bekommt die richtige Dosis an Medikamenten und es kann im Notfall sofort gehandelt werden.
Eine Entgiftung reicht aber lange noch nicht um vom Alkohol wegzukommen. Nur der Körper ist vom Alkohol befreit. Meisten hat es aber Ursachen, warum jemand mit dem Trinken angefangen hat und auch regelmäßig weitergetrunken hat, bis er abhängig geworden ist. Und das kann nur in einer Therapie aufgearbeitet werden.
Bei Alkoholikern, die schon mehrere Therapien hinter sich haben, kann allerdings eine Entgiftung reichen, um dann wieder lange Zeit oder auch für immer trocken zu bleiben. Denn ihnen kann auch meistens nichts neues in einer Therapie mehr beigebracht werden.
Hier sollte überlegt werden, eventuell regelmäßig zu den anonymen Alkoholikern zu gehen.
Von einer Therapie ist aber nie anzuraten.
Alkoholentzug, Entgiftung, Medikamente, stationäre Behandlung