Alkohol Jugendliche, Sucht und Therapie, Entzug Anzeichen

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Warum immer wieder anfangen mit dem Alkohol

 

 

 

Matthias (Tatsachenbericht)

 

6 Jahre war die längste Zeit, in der er trocken war. Also keinen Schluck Alkohol getrunken hat. Dann war er aber wieder an diesem Punkt, an dem er sich sagte: „ Ich möchte doch mal wieder ein Bier trinken“!

 

Das tat er auch und es hat auch geklappt mit nur einem Bier. Und weil es so gut geklappt hat, probierte es er am nächsten Abend gleich wieder aus. Nur, dass es dann schon 3 Biere waren. Er war aber trotzdem noch zufrieden. Denn er hat nicht, wie in der Vergangenheit, gleich am nächsten Morgen weiter getrunken.

 

Nach zwei Wochen allerdings reichte ihm das Bier abends nicht mehr und er hat auf Wein umgestellt. Das ging genau 2 Tage. Dann kam der Übergang zum Schnaps.

 

Durch den Schnaps hatte er morgens dann doch starke Entzugserscheinungen, wie Erbrechen, Zittern usw.!

 

Dass das niemand auf seiner Arbeitsstelle bemerkt, hat er früh gleich nachgekippt. Und jetzt gab es kein Zurück mehr. Einen Entzug ohne Krankenhausaufenthalt hatte er noch nie geschafft. Denn seine Entzugserscheinungen waren so schlimm, dass es oft schon lebensbedrohlich war.

 

Die Menge Schnaps wurde auch tagsüber gesteigert. Irgendwann konnte er auch nicht mehr zur Arbeit gehen. Er saß nur noch im Dunkeln in seiner Wohnung trank und schlief. Nichts weiter mehr. Er schaffte es aber immer noch irgendwelche Leute zu mobilisieren, die ihm die Getränke besorgten.

 

Er trank eigentlich nur noch, um die Entzugserscheinungen zu vermeiden. Schon lange nicht mehr, um einen Rausch zu spüren.

 

Es endet jedes Mal so, dass Nachbarn oder Bekannte den Notarzt rufen. Die trockenen Zeiten bei ihm werden immer kürzer. Jetzt sind es meisten nur noch 1 bis 3 Monate.

 

Jedes Mal, wenn er zum Glas greift, nur um 1 bis 2 Bierchen zu trinken, endet es im Krankenhaus. Wir gehen davon aus, dass er immer wieder versucht, den Kampf aufs Neue aufzunehmen. Nach dem Motto: „Dieses Mal schaffe ich es, abends nur ein Bier zu trinken“.

 

Wie lange er diesen Kampf noch führen will, weiß niemand.

 

 

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