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Aus biologischer
und medizinischer Sicht geht man von genetischer Veranlagung und
Stoffwechselabweichungen im Gehirn aus. Aus soziologischer und psychologischer
Sicht liegen die Ursachen an sozialen Verhältnissen und seelischen
Störungen.
Die biochemische
Forschung hat ergeben, dass es Menschen gibt, in deren Gehirnstoffwechsel
es weniger oder unregelmäßiger Botenstoffe gibt. Das sind Stoffe,
die für unser Wohlbefinden verantwortlich sind. Diese Menschen
haben stärkere Stimmungsschwankungen. Durch Drogen und Alkohol können
diese Menschen die Produktion eigener Wohlfühlstoffe anregen. Wird
dieses Wohlgefühl mit Hilfe von Alkohol zu oft gesucht, tritt die
Gewöhnung ein. Das Gehirn produziert dann immer weniger positive Botenstoffe
und mehr negative Botenstoffe, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Erhält das Gehirn dann keinen Alkohol, tritt das Unwohlsein ein.
Um das
festzustellen, muss man sein eigenes Trinkverhalten beobachten.
Kann ich
nach einem Bier aufhören, wenn ich mir das vorgenommen habe?
Bemerke
ich körperliche oder seelische Veränderungen, wenn ich nichts
trinke?
Kann ich
ein Problem auch ohne Alkohol lösen? Kann ich auch etwas befeiern,
ohne zu trinken?
Man testet
also eigentlich bei all diesen Fragen, ob es auch „Ohne“ geht.
Selbsttests
haben oft das Problem, dass man sie bestehen kann, weil man eben weiß,
was man gerade testet. Deswegen sollten solche Tests nicht nur einmalig
durchgeführt werden, sondern, man sollte sich über einen längeren
Zeitraum selbst beobachten.
Ursachen
für Alkoholabhängigkeit, Bin ich alkoholabhängig, Trinker